Protest gegen Schließung der KSK-Filiale in Glessen

Protest gegen Schließung der KSK-Filiale in Glessen

Mit Gefühlen zwischen Verwunderung und Wut reagierten am Freitag die Kunden der Zweigstelle Glessen, als sie die Briefe der Kreissparkasse Köln öffneten, in dem der Vorstand über die „Anpassung“ ihres Filialnetzes und die bevorstehende Schließung informierte. Viele hatten diese Nachricht schon mit Entsetzen der Tagespresse entnommen.

Es kann uns Glessener nicht trösten, dass „unsere Zweigstelle“ eine von insgesamt 45 betroffenen Filialen ist. Wenigstens will uns die Kölner Zentrale einen SB-Service mit Geldautomat als Dienstleistungs-Fragment lassen, während man in anderen Orten auf den mobilen Bank-Bus warten muss.

Deshalb haben Ortsbürgermeisterin Anne Keller und die Glessener Stadträte Heiko Möller und Helmut Paul gegen die Aufgabe der gewohnten kunden- und bürgernahen Beratung und Unterstützung ein Protestschreiben an den KSK-Verwaltungsratsvorsitzenden Michael Kreuzberg und den Vorstandsvorsitzenden Alexander Wüerst abgesetzt.

Sie bitten darum die Entscheidung zu revidieren und verweisen darauf, dass

  • Sparkassen und Volksbanken sich in der Vergangenheit dadurch ausgezeichnet haben, im Gegensatz zu Geschäfts- und Großbanken vor Ort ganz nah bei den Kunden, bei den Sparern und Gewerbetreibenden, bei unseren Bürgerinnen und Bürgern, tätig zu sein
  • durch die Filialaufgabe in großen Stadtteilen mit weit über 5000 Einwohnern – wie Glessen, Oberaußem, wie Bachem, wie Sinnersdorf oder Badorf – ein Stück Identität, ein Stück des Mittelpunktes in den jeweiligen Geschäftslagen bei ohnehin zurückgehenden gewerblichen Nutzungen genommen wird.
  • Die Kreissparkasse vor allem älteren Mitbürgern einen Teil ihres gewohntes Umfeldes und ihrer Lebensbeziehungen nimmt. Denn diese Kunden sind in der Regel nicht „online“ unterwegs bei ihren Bankgeschäften sondern auf den persönlichen Kontakt und die hilfreiche Unterstützung der Mitarbeiter in ihrer KSK-Filiale im Ort angewiesen.
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