Die Straße „Im Tal“

Die Straße „Im Tal“

Die Anwohner der Straße „Im Tal“ beklagen seit Jahren eine zunehmende Verkehrsbelastung. Ursprünglich war dies eine teilweise einseitig bebaute Ortsrandstraße aus den 1960er Jahren. Damals hatte Glessen deutlich weniger als 2000 Einwohner. Heute sind es mehr als 5600.

In den 1980er Jahren kamen immer mehr Wohngebiete dazu. Das schmale „Tal“ ist heute eine Sammelstraße und eine gern benutzte Nord-Süd-Verbindung mit einem erheblichen Verkehrsaufkommen. Ortsbürgermeisterin Anne Keller hatte 2004 eine Verkehrszählung in Glessen organisiert. Damals zeigte sich bereits, dass täglich mehr als 6000 Fahrzeuge die Straße nutzen – Tendenz steigend.

Das ist eine große Belastung für alle, die in der Talstraße wohnen, durch fahren wollen oder dort parken müssen. Wohnqualität und Sicherheit für alle ist hier gefragt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Verkehrssituation in dieser Straße zentrales Thema der Glessener Zukunftskonferenzen 2003 und 2006 sowie in der Bürgerwerkstatt Verkehr 2008 war.

Verschiedene Möglichkeiten der Entlastung bzw. Verbesserung der Lage werden seit dem diskutiert bzw. verfolgt.

 

 

Gestaltung der Straße „Im Tal“

In der Vergangenheit wurden im Zuge der Schulwegsicherung zur Geschwindigkeitsreduzierung mehrere Hindernisse eingebaut.

2008 – September
In der Bürgerwerkstatt Verkehr werden verschiedene Vorschläge festgehalten, wie die Verkehrssicherheit für Fußgänger in der Straße „Im Tal“ verbessert werden kann.

 

 

 

 

2010 – März
Die begrenzten Sichtverhältnisse für Autofahrer im Abschnitt zwischen Hohe Straße und Fußgängerampel wurde entschärft durch ein Absolutes Halteverbot bis zum „Rechtsknick“, die Markierung einer Nürnberger Schere und die Kennzeichnung von Parkflächen.

 

 

 

2011 – November
Den Anwohnern der Straße „Im Tal“ (zwischen Hohe Straße und Am Frankenfeld) werden von den Stadtwerken Bergheim und einem Ingenieurbüro auf der Basis der Bürgerwerkstatt Verkehr verschiedene Umgestaltungsvarianten des Straßenabschnitts vorgestellt. Diese beinhalten z.B. eine Neugestaltung des Einmündungsbereiches an der Hohe Straße bzw. ein Ausbau der Gehwege.

 

2012 – März
Bei einem Ortstermin können sich die Anwohner einen Überblick über die vorgeschlagenen Maßnahmen verschaffen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, da Anliegerbeiträge nach dem Kommunalen-Abgaben-Gesetz zu erheben sind.

 

 

Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung der Straße „Im Tal“

Durch die Talstraße rauschen täglich mehr als 6000 Fahrzeuge. Verständlich, dass der Wunsch der Glessener Bürgerinnen und Bürger in der „Werkstatt Verkehr“ 2008 nach einer deutlichen Reduzierung der innerörtlichen Verkehrsbelastung laut wurde. Die Idee, die bereits im Verkehrskonzept des Stadtteilforums zu finden ist: eine innerörtliche Entlastungsstraße als Verbindung der L 213 zwischen Gewerbegebiet und Ortsausgang Richtung Fliesteden solle den Durchgangsverkehr aufnehmen. Der Ausschuss für Planung und Umwelt der Stadt Bergheim beauftragte die Verwaltung, dazu Vorschläge zu machen.

2011 – 26. Mai
In einer Mitteilungsvorlage für den Ausschuss für Planung und Umwelt berichtet die Verwaltung über verschiedene Varianten für eine Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung der Straße „Im Tal“.
Ortsbürgermeisterin Anne Keller äußerte in einer Stellungnahme ihr Unverständnis darüber , dass der Vorschlag der Verwaltung, von einer Realisierung Abstand zu nehmen, weder dem Ausschuss noch den Bürgerinnen und Bürgern zur Diskussion gestellt wird und einen Antrag auf Behandlung als ordentlichen Tagesordnungspunkt in einer der nächsten Sitzungen angekündigt.

Hier finden Sie die Ausschussvorlagen zum Tagesordnungspunkt

 

2011 – 22. September
Der „Neubau einer innerörtlichen Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen“ steht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Planung und Umwelt. Gemeinsam mit ihrem Glessener Stadtratskollegen Helmut Paul hat Ortsbürgermeisterin Anne Keller einen Vorschlag unterbreitet, der einstimmig beschlossen wurde: Die Verwaltung wurde beauftragt, alternative Entlastungsmöglichkeiten für die Straße „Im Tal“ zu prüfen und dem Ausschuss für Planung und Umwelt vorzustellen bzw. zur Beschlussfassung vorzulegen.

Außerdem soll sie prüfen, inwieweit diese Alternativen bzw. der Bau einer innerörtlichen Entlastungsstraße förderfähig sind, welche anderen Drittmittel zur Finanzierung infrage kommen und welche Mittel in den städtischen Haushalt eingestellt werden müssten.

Die untersuchten Varianten einer möglichen innerörtlichen Sammelstraße zur Entlastung der Straße im Tal und der evtl. alternativen Entlastungsmöglichkeiten sollen ebenfalls den Glessener Bürgerinnen und Bürgern vor- und zur Diskussion gestellt werden.

Keller und Paul halten es nämlich für angebracht, auch Alternativen für den hochinvestiven Bau einer Entlastungsstraße zu prüfen. Dies könnten z.B. verkehrslenkende Maßnahmen, Anbindung der östlichen Wohngebiete an das Gewerbegebiet oder die Realisierung des Kreisverkehrs am Knotenpunkt Brauweilerstraße (L 213)/Zum Gut Neuhof (L 91) sein. Auch eine sinnvolle, Geschwindigkeit reduzierende Umgestaltung würde den Wohnwert der Straße „Im Tal“ deutlich erhöhen.

Die Meinung der Verwaltung, dass ein Antrag auf Förderung für eine kommunale Entlastungsstraße im Stadtteil Glessen dem Aufnahmeantrag der Ortsumgehung in den Landesstraßenbedarfsplan NRW zuwiderlaufen könnte, halten sie für nicht zutreffend. Denn: Eine Umgehungsstraße soll hauptsächlich der Entlastung der West-Ost-Verbindung der Orte Glessen-Brauweiler dienen (L 91 – L 213 – K10n), während die in der Bürgerwerkstatt vorgeschlagene Sammelstraße ausschließlich für die Entlastung der Straße „Im Tal“, also der Nord-Süd-Verbindung (L 213) sorgen soll.

Hier finden Sie die Sitzungsunterlagen zum Tagesordnungspunkt „Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen – hier: Antrag der CDU-Fraktion vom 11.7.2011

Alternative Maßnahmen zur Entlastung der Straße „Im Tal“

2011 – 22. September

Der „Neubau einer innerörtlichen Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen“ stand auf der Tagesordnung des Ausschusses für Planung und Umwelt. Gemeinsam mit ihrem Glessener Stadtratskollegen Helmut Paul hat Ortsbürgermeisterin Anne Keller einen Vorschlag unterbreitet, der einstimmig beschlossen wurde: Die Verwaltung wurde beauftragt, alternative Entlastungsmöglichkeiten für die Straße „Im Tal“ zu prüfen und dem Ausschuss für Planung und Umwelt vorzustellen bzw. zur Beschlussfassung vorzulegen.

Dies könnten z.B. verkehrslenkende Maßnahmen, Anbindung der östlichen Wohngebiete an das Gewerbegebiet oder die Realisierung des Kreisverkehrs am Knotenpunkt Brauweilerstraße (L 213)/Zum Gut Neuhof (L 91) sein. Auch eine sinnvolle, Geschwindigkeit reduzierende Umgestaltung würde den Wohnwert der Straße „Im Tal“ deutlich erhöhen.

Hier finden Sie die Sitzungsunterlagen zum Tagesordnungspunkt „Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen – hier: Antrag der CDU-Fraktion vom 11.7.2011

 

2012 – April
Wenn Vorschläge für verkehrslenkende Maßnahmen gemacht werden sollen, ist es notwendig zu wissen, wer die Talstraße nutzen muss und wer auch andere Strecken wählen könnte. Die Verwaltung der Kreisstadt Bergheim schlug eine Erfassung des Quell- und Zeilverkehrs vor. Das Stadtteilforum Glessen unterstützt die Aktion. Dabei wurden über 12 Stunden alle Fahrzeuge erfasst, die in die Straße „Im Tal“ entweder vom Kreisverkehr oder von der Hohe Straße aus einfuhren bzw. ausfuhren.

 

Informationen darüber, was unter Quell- und Zielverkehr zu verstehen ist, finden Sie bei wikipedia

 

2012 – 8. November
Nach Auswertung der Daten zum Quell- und Zielverkehrserfassung und der elektronischen Verkehrserfassung der vergangenen Monate sowie der Vorstellung der Ergebnisse in einer öffentlichen Sitzung des Stadtteilforums hatten sich die Verwaltung der Kreisstadt Bergheim und Glessener Bürgerinnen und Bürger mit Vorschlägen zu verkehrslenkenden Maßnahmen zur Entlastung der Straße „Im Tal“ befasst und diese dem Ausschuss für Planung und Umwelt Ende September vorgestellt.

Hier finden Sie die Ausschussvorlagen zum Tagesordnungspunkt

Ab Donnerstag, 8. November 2012, sperrte die Stadtverwaltung Bergheim die Straße probeweise zwischen den Straßen „Am Mühlenteich“ und „Am Frankenfeld“ mit mobilen Elementen.

Die Verwaltung hatte sich dazu entschieden, in einem Versuch über drei Monate die Auswirkungen für das gesamte Glessener Straßengeflecht zu erproben. Der Radverkehr war von der Sperrung nicht betroffen.

Eine Sperrung im Rahmen einer Kanalbaumaßnahme über eine Vielzahl von Tagen war im im Februar 2012 ohne Komplikationen verlaufen.

Mit dieser Probemaßnahme einher ging eine erneute elektronische Verkehrserfassung auf der Hohe Straße und den beiden Ästen der Brauweilerstraße. Gleichzeitig beteiligtenen sich etliche Glessener an regelmäßigen Verkehrsbeobachtungen neuralgischer Punkte.

25 Bürgerinnen und Bürger hatten sich in einer Arbeitsgruppe zusammen gefunden und unter der Moderation des Stadtteilforums Kriterien erarbeitet, wie die Auswirkungen der Sperrung zu bewerten sind.

In den verkehrsstärksten Zeiten vor- und nachmittags wurde das Augenmerk auf die Sicherheit z.B. für Fußgänger und Radfahrer oder bei evtl. Rettungseinsätzen sowie auf Verkehrsaufkommen, Verkehrsfluss, Leistungsfähigkeit der Ampelanlage, Begegnungsverkehr und Parkplatzregelung oder die Verteilung des Verkehrs auf andere 30er-Zonen gelegt. Erste Ergebnisse aus diesen Beobachtungen wollte die Arbeitsgruppe des Stadtteilforums Ende November auswerten.

Spätestens Mitte Januar 2013 sollte dann mit einem Fragebogen die Meinung und Erfahrung der Bürgerinnen und Bürger zu den Auswirkungen der Sperrung, vor allem der Anwohner der betroffenen Straßenabschnitte, eingeholt werden.

Nach Auswertung der Erfahrungsberichte sollte die Stadt Bergheim (Verwaltung und Politik) entscheiden, welche Konsequenzen sich aus der probeweisen Sperrung ergeben, d.h. ob eine Sperrung auf Dauer möglich und sinnvoll ist oder ob andere verkehrslenkende Maßnahmen zu bevorzugen sind.

Eines aber stand von vorn herein fest: die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, der Anwohner, der Schulkinder und der Verkehrsteilnehmer muss oberste Priorität besitzen. Falls sich gravierende unvorhersehbare Probleme während der Probezeit ergeben sollten, musste über eine vorzeitige Beendigung des Versuchs kurzfristig zu entscheiden sein.

 

2012 – 26. November
Ortsbürgermeisterin Anne Keller stand nicht nur als Beobachterin an den neuralgischen Punkten zur Hauptverkehrszeit zur Verfügung, sondern hat sich an fast allen Tagen seit Beginn der Sperrung und zu unterschiedlichen Tageszeiten ein Bild von der Situation gemacht und sich mit Passanten, Geschäftsleuten und Autofahrern unterhalten. Begleitet wurde sie dabei an zwei Terminen von Bürgermeisterin Maria Pfordt und dem Leiter der Feuerwache Bergheim, Ralf Conen.

Nachfolgende Beobachtungen, die sie an die Verantwortlichen der Stadt weiterleitete, haben sie zu dem Antrag bewogen, das Thema auf die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt am 13.12.2012 setzen zu lassen und eine vorzeitige Beendigung der Probephase vorzuschlagen:

Gefährdung von Fußgängern und kreuzenden Fahrzeugen an der Ampelkreuzung Brauweilerstraße/Sommerhaus/Zum Gut Neuhof  – Hier kam es vor allem im Berufsverkehr zu einem Rückstau. Aus Sorge, die Kreuzung in der Grünphase nicht vollständig passieren zu können, wurden zahlreiche Autofahrer zu Rot-Verstößen verleitet.

Gefährdung von Fußgängern auf der Hohe Straße und Am Mühlenteich – Bedingt durch die geringe Breite der beiden Straßen wird bei Begegnungsverkehr auf die Bürgersteige ausgewichen. Oftmals haben Fahrzeuge überhaupt keine andere Chance, aneinander vorbei zu kommen. Hinzu kommt, dass auf großen Abschnitten beider Straßen die Bürgersteige so schmal sind, dass Fußgänger auch durch das erhöhte Verkehrsaufkommen verängstigt und gefährdet sind.

Einsatz von Feuerwehr und Notarzt – In der Rushhour war der Verkehrsfluss auf der Hohe Straße besonders in der Zeit, in der  Schulbusse die Haltestellen anfahren, stark, zäh bis stockend. Wegen der geringen Breite der Hohe Straße konnten Autofahrer nicht in der Lage sein, im Notfall einen Rettungsweg frei zu machen. Zu befürchten war, dass Einsätze von Feuerwehr und Notarzt in den Norden von Glessen bzw. in Richtung Fliesteden nicht in der möglichen Eintreffzeit abgewickelt werden konnten.

Diese Schilderung traf ebenfalls für die sehr schmale Straße „Am Mühlenteich“ zu, die nicht nur durch Autofahrer, die den Hinweis auf die Sperrung übersehen hatten, sondern auch durch solche, die eine Fahrt über die Hohe Straße meiden wollten, stark frequentiert war.

Trotz der umfangreichen Informationen verfuhr sich ein Rettungswagen im gesperrten Straßenabschnitt. Für die Feuerwehr ergaben sich ebenfalls Beeinträchtigungen durch großen Verkehr und Staubildung.

Dem Wunsch nach Überprüfung der Sperrung war Bürgermeisterin Maria Pfordt bereits am 26.11.2012 nachgekommen – um jeglichen Risiken durch die starke Verkehrsbelastung zu begegnen, wurde die Sperrung aufgehoben. Die erste Auswertung der elektronischen Erfassung der Verkehrsströme hatte ergeben, dass sich die Anzahl der Fahrzeuge auf der Brauweilerstraße zwischen Ampelkreuzung und Hohe Straße mehr als verdoppelt und in der Hohe Straße fast verdreifacht hat.

Die Bürgermeisterin sagte gleichzeitig zu, dass der Arbeitskreis, der den Untersuchungsbericht zu alternativen Entlastungsmaßnahmen verfasst hat, prüfen soll, ob andere Varianten zur Lösung der Verkehrsprobleme sinnvoll sein können.

 

2012 – 13. Dezember
Aufgrund der Zusicherung, im Rahmen des Geschäfts der laufenden Verwaltung mögliche Einbahnstraßenregelungen und ggfs. weitere Varianten zu prüfen und zu bewerten und die Ergebnisse der Bürgerschaft vorzustellen, bestand nach Aufhebung der Sperrung der Straße „Im Tal“ kein weiterer Beratungsbedarf im Ausschuss für Planung und Umwelt, so dass der Tagesordnungspunkt abgesetzt werden konnte.